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Allgemeines

Systematik und Herkunft

Spinnentiere (Arachnida) gehören zusammen mit Insekten (Insecta), Krebsen (Crustacea) und weiteren Klassen zu den Gliederfüßern (Arthropoda). Gliederfüßer verdanken ihren Namen der Tatsache, dass sie gegliederte Extremitäten besitzen. Weiters besitzen sie ein Aussenskelet aus Chitin.

Zu den Spinnentieren (Arachnida) gehören alle Untergruppen (Ordnungen) von Skorpion und Spinnen, inklusive der Milben. Vogelspinnen (Familie Theraphosidae) gehören innerhalb dieser Klasse zu den echten oder Webspinnen (Araneae).

Es gibt ca. 80 000 Spinnenarten, von denen die Vogelspinnen mit ca. 900 Arten und etwas über 100 Gattungen nur einen kleinen Teil ausmachen. (Anmerkung: Es werden laufend neue Vogelspinnen gefunden, daher die ungenaue Angabe)

Die ersten Spinnen lebten wahrscheinlich bereits vor 400 - 350 Millionen Jahren (Zeitalter: Devon) auf unserem Planeten. Seit dieser Zeit haben sie sich an ein Leben an fast jedem Ort unserer Erde angepasst.

Heimat und Lebensweise
Vogelspinnen sind in den wärmeren Gebieten unserer Erde beheimatet. Wir unterscheiden diese Tiere zwischen Bodenbewohnern und Baumbewohnern.

Bei den Bodenbewohnern leben einige Arten in tiefen Erdröhren, die sie vor der Hitze schützen, und ihnen die notwendige Feuchtigkeit zum Überleben garantieren.

Baumbewohner hingegen sind geschickte Kletterer, die in Baumhöhlen oder Gespinsten leben. Manche von diesen Arten sind blitzschnell, und können sogar Sprünge vollführen.

Gemeinsam ist den meisten Vogelspinnen, dass sie Einzelgänger sind und ortstreu leben. Nur Männchen ziehen nach der Reifehäutung relativ weit auf der Suche nach Weibchen umher.

Wachstum, Sinnesleistung, und Gift

Vogelspinnen haben ein hartes Außenskelett, welches beim Wachstum (Häutung) abgestoßen wird. Die Tiere häuten sich im Abstand von ca. 1 Monat (Jungspinne, Spiderling) bis einmal im Jahr (Ausgewachsenes Weibchen). Männchen häuten sich nach der Reifehäutung im Regelfall nicht mehr, da sie 6 Monate bis 1,5 Jahre nach der Reifehäutung sterben. Bei der Häutung legen sich die Vogelspinnen auf den Rücken, und streifen den alten Panzer ab.
Link: Mehr Infos über die Häutung von Vogelspinnen

Alle Vogelspinnen sehen trotz ihrer acht Augen sehr schlecht. Sie nehmen ihre Umgebung hauptsächlich mittels Sinneshärchen an Beinen und Tastern wahr.

Alle Vogelspinnen sind Gifttiere, deren Giftbiss vergleichbar mit dem Stich von Bienen wirkt. Jedoch gibt es Ausnahmen wie die Poecilotheria Arten, bei den die Giftwirkung über mehrere Wochen anhalten kann. Auf jeden Fall muss achtsam mit den Tieren umgegangen werden, da allergische Reaktionen oder Infektionen durch die tief in die Haut eindringenden Giftzähne (Chelicerenklauen) nie ausgeschlossen werden können.

A. Geniculata bei der Häutung

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